Erfahrung schon seit 1987
Für
Mitglieder
gesetzlicher Krankenkassen
bieten wir auf der Grundlage des § 40 bzw. 111 SGB V
Rehabilitationsbehandlungen
an und für
Patienten mit privater
Krankenkasse werden Krankenhausbehandlungen gemäß OPS 8-918 durchgeführt.
Die Klinik ist auch beihilfefähig.
SEHNENSCHMERZ
chronischer
Sehnenschmerz
Ein Sehnenschmerz wird auch als Ten algie oder Ten dodynie bezeichnet.
Was ist eine Seh ne ?
Die Seh ne ist ein Stützgewebe, das die Verankerung (Insertion) des Skelettmuskels an der K nochenhaut herstellt. Die Seh ne dient der Übertragung des Muskelzuges auf K nochen an den Muskelenden (als Ursprungs- bzw. Ansatzsehne). Sie besteht aus Sehnenzellen und -fasern.
Wie kommt es zu einem Sehnenschmerz ?
Ein Sehnenschmerz entsteht oft durch eine En tzündung (Sehnenentzündung). Eine solche kann zu degenerativen Veränderungen der Seh ne führen, evtl. auch mit Kalkeinlagerungen. Auch die Verengung von Seh nenscheiden kann zu einem Sehnenschmerz führen. Die Therapie besteht dabei in einer operativen Spaltung.
Wo kommt ein Sehnenschmerz vor ?
Ein Sehnenschmerz kann prinzipiell jede Seh ne des Körpers betreffen. Da die Hauptursache eine mechanische Überlastung ist (häufiger bei sportlicher Betätigung), tritt ein (chronischer) Sehnenschmerz bevorzugt in bestimmten Körperregionen auf, so z.B. im Bereich der Schu lter und des Schienbei ns bzw. Fußes.
Folgende Seh nen sind hauptsächlich betroffen:
Achillesseh ne
Seh ne des Musculus tibialis anterior
Seh nen im Schul terbereich
Sonstige
Ad 1.) Die Achi llessehne verbindet das Fersenbein
mit der hinteren Unterschenkelmuskulatur. Sie ist durchschnittlich
11-12 cm lang und setzt am Entenschnabelfortsatz des Fersenbei
nes an. Wenn der
Achillessehnenschmerz am Sehnenansatzpunkt an der Fer se lokalisiert
ist, so liegt eine Insertionstendopathie vor.
Ein Achilles
sehnenschmerz kann aber
auch diffus den ganzen Sehnenabschnitt betreffen.
Manchmal kommt es zu eine spindelartigen Sehnenauftreibung.
Als Ursache für einen (chronischen) Achilles
sehnenschmerz werden herdartige Nekrosen (=
örtlicher Gewebstod) des Sehnengewebes angenommen.
Bei Schmerzlokalisation nahe am Fe rsenbein
liegt im Sinne einer
Umgebungsreaktion meist zusätzlich eine Periost itis calca nei(=
Knochenhautentzündung
des
Fersenbeins) vor.Ein
Achilles
sehnenschmerz aufgrund einer
Achillobursitis
(= Schleimbeutelentzündung zwischen
Fers enbein und Achilless ehne)
sind meist eine Unfallfolge.
Ein Achillessehnenschmerz beginnt meist mit
einem Anspannungs- und Dehnungsschmerz um dann (unbehandelt) in Dauerschmerzen überzugehen.
Patienten mit einem (chronische n)Achilles
sehnenschmerz
kommen meist erst zum
Schmerztherapeuten, wenn selbst ein chirurgischer Behandlungsversuch (z.B. Abtragung
einer Exostose (= Knochenauswuchs),
Nekrosenentfernung) keine Schmerzlinderung brachte.
Mit der
therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel)
kann
dieser Sehnenschmerz
(gilt auch für andere
Schmerzen in der Fersengegend) oft erfolgreich behandelt werden. Die lokale Infiltration mit einem
Lokalanästhetikum
ist allerdings relativ schmerzhaft und eignet sich deshalb kaum zur
serienmäßigen, wiederholten Anwendung. Besser sind bei wiederholte Blockaden des N. ischiadicus, in
hartnäckigen Fällen optimal
kontinuierlich mit Katheter.
Ad 2.)
Sehnenschmerz
bei En tzündung der
Seh ne des Musculus tibialis anterior
(=
Mus kel an der Vorderseite des Schienbeins):
Dabei bestehen Rötungen,
Schwellungen und Druckschmerzhaftigkeit an der Vorderseite des Unterschenkels.
Zu einer Schmerzverstärkung kommt es bei Bewegungen im Fußgelen k.
Die Therapie besteht in Ruhigstellung des Unterschenkels und Fußes, in
schweren Fällen mit Gipsverband. Hilfreich sind auch Eisanwendungen
und antiphlogistische (= entzündung shemmende)
Schmerzmittel.
In hartnäckigen Fällen kommt die
therapeutische
Lokalanästhesie zum Einsatz und zwar in Form von wiederholten
Infiltrationen um die Seh
ne herum mit einem lang wirkenden
örtlichen
Betäubungsmittel, zwischendurch auch mit Cortison-Zusatz.
Ad 3.) Sehnenschmerz im Schul
terbereich
Die sog. verkalkende Sehnenen
tzündung
ist eine häufige Ursache für einen Schulterschmerz.
Typischerweise zeigen sich auf den Röntgenbildern der Schul
ter zwischen
Oberarmkopf und Acromion (= Schulterdach)
Verkalkungen. Diese Verkalkungen liegen nicht frei im Gelen k, sondern in den
Seh nen
der sog. Rotatorenmanschette (= die aus den Oberarmdrehmuskeln bestehende Muskelmanschette des Schultergelenkes).
Betroffen sind hauptsächlich die Mus keln Supra- und Infraspinatus.
Starke Schmerzen entstehen dann, wenn die Kalkherde in den naheliegenden Schle imbeu
tel
durchbrechen und dieser dadurch entzündlich reagiert (Bursitis
calcarea).
Ursache der verkalkenden Sehnenen
tzündung ist eine Minderdurchblutung der
Rotatorenmanschette.
Behandlung bei
Sehnenschmerz bzw.
Sehnenen
tzündung im Schul
terbereich:
Anfänglich, in der akuten Phase Ruhigstellung der Schu lter
(Armschlinge),
später dann Krankengymnastik in Form von Pendelübungen, zunächst passiv, dann
auch aktiv. Hilfreich sind auch Kältepackungen.
Medikamentös werden nichtsteroidale Antirheumatika
verordnet.
Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, kommt die
therapeutische
Lokalanästhesie zum Einsatz und zwar in Form von wiederholten
Infiltrationen mit einem lang wirkenden
örtlichen
Betäubungsmittel, zwischendurch auch mit Cortison-Zusatz. Mit
Cortison wird man aber eher zurückhaltend umgehen, da dieses Mittel eine
Sehnenruptur (= Sehnenriß) begünstigen kann.
Leider gibt es immer wieder Fälle, bei denen trotz adäquater Behandlung
weiterhin ein Sehnenschmerz (chronischer) bzw.
eine Seh nen
tzündung besteht.
Eine sehr hilfreiche Methode ist ist in diesen Fällen die
kontinuierliche Blockade de Plexus
brachialis mit Katheter. Wir bevorzugen im Hinblick auf ein mögliches
Behandlungsrisiko nicht den interskalenären (= im unteren
seitlichen Halsbereich gelegen) Zugang, sondern den axillären in der
sog. retrograd hohen Variante.
Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch (Katheter) nahe der Achselhöhle
vorübergehend (z.B. 10-14 Tage lang) in die Ner venscheide des Armnervengeflechts eingepflanzt und innerhalb derselben
noch weiter nach oben vorgeschoben. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche
Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der
Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos
nachgespritzt. Während dem Einspritzen und noch kurze Zeit danach wird der Oberar m mit einer Manschette abgestaut, so daß die Betäubungsmittellösung
innerhalb der Ner venscheide nach oben getrieben wird und so auch im
Schulterbereich und bei entsprechender Betäubungsmittelmenge sogar an der Halswir belsäule
schmerzlindernd wirken kann.
Das örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so dosiert, dass die
grobe Kraft erhalten bleibt (bei gleichzeitiger Hemmung der
Schmerzreizleitung), damit begleitend krankengymnastische Übungsbehandlungen
möglich bleiben.
Dass die schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche Behandlungszeit
hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen, daß bei dieser
Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen Ner ven
betroffen sind, woraus eine
sehr deutliche Durchblutungssteigerung resultiert, die entzündlichen (Sehnenen
tzündung
!)oder
degenerativen (= abnutzungsbedingten) Prozessen
nachhaltig entgegenwirkt.
Ad 4.) Schließlich kann ein Sehnenschmerz auch im Rahmen von entzündlichen rheumatischen Erkrankungen (besonders Reiter-Syndrom (= entzündliche Systemerkrankung vorwiegend bei jüngeren Männern), Spondylitis ankylosans, Arthritis psoriatica) auftreten.
Wenn ein chronischer Sehnenschmerz längerfristig besteht, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
Laut der
Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit haben
alle
Versicherte
(also auch ältere
Patienten)
einer gesetzlichen Krankenkasse
einen Rechtsanspruch auf eine
Rehabilitation und
können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Das Bundesgesundheitsministerium schrieb dazu auch
einen
Brief an die Aufsichtsbehörden. Dieses
Wahlrecht wurde mittlerweile auch durch Urteile von Landessozialgerichten
bestätigt: Baden-Württemberg (Az: L 4 KR 2071/05)
und Hessen ((Az.: L 1 KR
2/05: Gewährt eine Krankenkasse einem Versicherten einen
Aufenthalt in einer Reha-Klinik, so ist sie dazu verpflichtet,
die Wünsche des Versicherten in Bezug auf die Einrichtung zu
berücksichtigen (eine
Revision gegen diese Entscheidung ließ das Gericht gar nicht erst
zu)).
Ein Recht, die Reha-Klinik selbst auszuwählen
(gilt auch für Anschlußheilbehandlungen), haben nach §9 Sozialgesetzbuch
IX nicht nur Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen, sondern
Versicherte aller gesetzlichen Rehabilitationsträger, also auch
Rentenversicherungen oder Unfallversicherungen. Die deutsche
Gesellschaft für medizinische Rehabilitation hat dazu eine informative
Broschüre herausgegeben:
http://www.degemed.de/pdf/Klinik_nach_Wunsch.pdf.
Sie wollen mit einem erfahrenen Schmerzarzt sprechen? Kein Problem, einfach jeweils an einem Mittwoch zwischen 13.00 und 14 Uhr oder Donnerstag zwischen 13.00 und 15.00 Uhr die Tel.-Nr. 07931-5450 anwählen (keine extra Gebühren).
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Aktualisiert:>06.04.2009</> kusb&
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